So, 9. April 2017 Augusta National GC

Ein Traum wird wahr!

Sergio Garcia gewinnt beim 81. Masters Tournament seinen langersehnten, ersten Majortitel.

Nicola Wolf

73. Majorantritte und noch kein Sieg. Kaum eine Statistik wurde diese Woche öfter veranschaulicht, als jene von Sergio Garcia – dies hat nun aber ein Ende. Garcia triumphiert in einem nervenaufreibenden Finale, das erst im Stechen ein Ende fand.

Der Spanier, der als geteilter Führender zusammen mit Justin Rose in den Tag startete, eröffnete die Finalrunde vielversprechend mit einem Birdie auf der ersten Spielbahn und legte auf der Drei mit einem weiteren Schlaggewinn gleich nach. Es folgte eine lange Parserie, die sich bis zur Halbzeitmarke erstreckte. Justin Rose leitete den Sonntag hingegen mit fünf Pars, gefolgt von einem Bogey ein und war schnell drei Schläge im Rückstand. Dies lies der Olympiasieger nicht lange auf sich sitzen und zog mit drei Birdies in Folge, noch vor dem Turn gleich.

Auf den Back Nine schien sich das Blatt dann endgültig zugunsten des Engländers gewendet zu haben, als Garcia sowohl auf der 10, als auch auf der 11 ein Bogey hinnehmen musste. Derweil spulte Rose ein souveränes Par nach dem anderen ab und ging zwei Schläge in Führung.

Es wäre jedoch nicht das Masters, wenn die Partie bereits nach dem Amen Corner entschieden wäre – und so auch diesmal. Garcia verringerte seinen Rückstand mit einem Birdie auf der 14 auf nurmehr einen Schlag, gefolgt von einem Eagle, dem Rose lediglich ein Birdie gegenüberstellen konnte, sodass die beiden gleichauf die letzten drei Spielbahnen in Angriff nahmen.

Rose nahm am Par 3 der 16 das Birdie mit, kassierte jedoch postwendend auch das Bogey. Garcia notierte indessen zwei Pars. Mit Gänsehaut-Feeling ging es auf die 18. Spielbahn. Beide Kontrahenten feuerten solide Drives aus Fairway und platzierten ihre Annäherungen am Grün, Rose wenngleich mit etwas Glück. Die Putts fanden jedoch bei beiden Profis erst mit dem zweiten Anlauf ins Loch – Stechen!

Am ersten Extraloch fiel dann die Entscheidung. Garcia schlug einen souveränen Drive aufs Fairway, Justin Rose verlor hingegen seinen im Gebüsch und musste heraus chippen. Mit drei Schlägen am Grün angekommen, hatte der Engländer noch gut einen 5-Meter-Putt zum Par übrig. Garcia bewies hingegen Nervenstärke und spielte seinen Ball auf gut vier Meter zur Fahne. Justin Rose verschob den Putt zum Par – nun war Garcias Moment gekommen. Mit leichten Break von oben ließ er den Ball zur Fahne rollen – und er fiel! Es war der Putt, der ihn nach 74. Majors Championship selbst zum Champion machte!

Den dritten Platz sicherte sich der Masters-Champion aus dem Jahr 2011, Charl Schwartzel.

Wiesberger im Wechselbad der Gefühle

Bernd Wiesberger brachte am Finaltag mit der 71 (-1) zwar seine persönliche Bestleistung der Woche zum Recording, eine wesentliche Veränderung am Leaderboard blieb jedoch aus. Von Rang 47. aus in den Tag gestartet, notierte der Österreicher auf den ersten neun Löchern sowohl zwei Birdies, als auch drei Bogeys um die zweite Platzhälfte bei +1 einzuleiten.

Kaum im berühmt berüchtigten Amen Corner angekommen, musste er einen weiteren Schlagverlust hinnehmen. Der Konter folgte jedoch sogleich und das in aller Schärfe. Wiesberger setzte mit vier Birdies auf den folgenden fünf Spielbahnen die passende Antwort, lediglich ein bitteres Doppelbogey auf der letzten Spielbahn kostete ihn Schlussendlich ein Ergebnis in den 60ern.

Mit einem Gesamtscore von acht über Par beendete der Österreicher seinen dritten Masters-Auftritt am 43. Rang.

Livescoring