Di, 14. Februar 2017 Süd Afrika

Das Golf Team Austria zieht nach Süd Afrika weiter

Seit Anfang Februar bereitet sich das Golf Team Austria im sommerlichen Süd Afrika auf die bevorstehende Saison vor.

Samstag 11.2.2017 und Sonntag 12.2.2017

Am 11.2.2017 hieß es Halbzeit für unser Team in Südafrika und es stand ein Tag für Regeneration am Programm. An unserem „Day-Off“ durften wir durch die gute Organisation des Österreichischen Golfverbandes eine Safari im Resort Bottelierskop besuchen. Wir alle erhofften uns einen besonderen Tag in der Natur. Leider startete der Tag mit Gewitter und starkem Regen. Jedoch war dieser hauptsächlich nur über unserer Unterkunft, Pinnacle Point zu spüren und so konnten wir unsere Safari in Bottelierskop, welches eine halbe Stunde entfernt liegt, antreten.

Die Tour dauerte knapp 3 Stunden und mit leichtem Nieselregen bestaunten wir die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Besonders beindruckend waren für viele den Löwen und die Giraffen, welche sehr nahe an unserem Fahrzeug vorbeispazierten. Das leckere Mittagessen im Resort rundeten diesen Vormittag perfekt ab. Mit so manchen Souvenirs verließen wir um ca. 14:00 Uhr Bottelierskop und machten und auf den Heimweg. Die Wolken verzogen sich am frühen Nachmittag und wir bekamen die Chance den Strand zu besuchen und versuchten unsere Golferbräune in den Griff zu bekommen, was bei einigen mehr oder weniger funktionierte. Der Tag endete mit einer lustigen Spielerunde Aktivity im Girlshaus.

Gut erholt ging es am 7. Tag unseres Trainingslagers wieder auf den Golfplatz. Am Vormittag wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Gruppe 1 begann auf der Range mit dem langen Spiel, Gruppe 2 startete den Tag mit einer Shortgame-Session.

Trainingstipp Putten:
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Eine Übung für die Distanzkontrolle

Man benötigt:

  • 1 Alignmentstick
  • 5-10 Bälle
  • Tape
  • 1 Tee

Das Tee wird am Anfang 6m vom Loch entfernt ins Grün gesteckt. Sobald 6 von 10 Bällen in der Zone zum Stehen kommen. Darf man einen Meter weiter zurückgehen. Für diese Übung gibt es kein spezielles Ziel, sondern es kann individuell bestimmt werden wie weit man zurückgeht.

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Während der Mittagspause begann es sehr stark zu regnen und es wurde ziemlich kalt. Jedoch beschlossen wir mit voller Motivation zurück zum Training zu gehen und führten eine Individual-Practice-Session durch. Wegen des starken Regens beschlossen wir dann die letzte Session des Tages auszulassen und stattdessen eine Theoriesession einzulegen. Unser Physiotherapeut Tobias Schmied hielt einen sehr informativen und hilfreichen Vortrag über das richtige Aufwärmen vor dem Golfspiel.

Ganz liebe Grüße aus Südafrika eure Bella und Janika.

Freitag, 10.2.2017

Am Freitag begann unser Tag mit einem professionellen Aufwärmprogramm angeleitet von unserem Physiotherapeuten Tobias Schmid. Für eine halbe Stunde hieß es an der Hand-Augen Koordination zu feilen. Dies machten wir in Zweier-Gruppen mit jeweils zwei Golfbällen, die wir auf verschiedenste Weisen einander zuwarfen. Durch solche Übungen wird nicht nur die Muskulatur, sondern auch die beiden Gehirnhälften trainiert.

Während wir uns aufwärmten, bauten die Trainer bereits die Stationen für unsere Vormittagsaufgabe vor. Die Aufgabe lautete so viele Up&Downs wie möglich zu machen. Es wurden zwanzig Stationen zum Chippen, Pitchen und Putten aufgebaut. Wir mussten diese Stationen alle jeweils zweimal durchmachen. Als wir dies beendet hatten, durften wir uns individuell auf die am Nachmittag folgende Par 3 Challenge vorbereiten. Nach dem Mittagessen im Golfclub hieß es um 15:30 ab auf den Platz. Wir spielten eine Par 3 Challenge, das bedeutet jedes Loch wird als Par 3 gespielt. Es war ein anderes, jedoch sehr hilfreiches Spielen am Platz, wobei wir vor allem unsere Stärken im kurzen Spiel unter Beweis stellen mussten.

Es folgt nun unser einziger freier Tag in diesen zwei Wochen, denn ab übermorgen heißt es wieder volle Konzentration auf die zweite Hälfte des Trainingslagers.

Liebe Grüße aus Südafrika wünschen euch,

Emma und Johanna

Donnerstag, 9.2.2017

Es sind nun schon vier Trainingstage im sonnigen Süd Afrika vergangen und alle Spielerinnen und Spieler wissen genau auf welchen Teilen des Spiels der Fokus liegt.

Am Vormittag des fünften Trainingstages wurden die Trainingszeiten ein bisschen verändert, so dass nicht wie gewohnt nach 1,5 Stunden Training eine 30 minütige Pause eingelegt wurde, sondern nach jeweils einer Stunde eine 15-minütige Pause folgte.

Wir wurden abermals in drei Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe begann mit Putten, eine mit Chippen und Pitchen und die dritte legte auf der Range los.

Jeder Spieler sollte am Puttinggrün eine Übung aufbauen und nach einiger Zeit wurde gewechselt. Am Pitchinggrün konnten wir ebenfalls entscheiden, welche Übung wir umsetzten wollten.

Auf der Range lautete die Aufgabe in einen Korridor zu treffen. Dabei ging es mit allen Schlägern in einen 12 Meter breiten Korridor zu treffen, was ungefähr einem halben Grün entspricht.

Der Nachmittag lag ganz im Zeichen der individuellen Trainingsgestaltung. In der ersten Session konzentrierte ich mich auf mein Wedgegame, die Distanzkontrolle und auf das Schlagen von verschiedenen Kurven mit Eisen und Hölzern.

Nachdem ich genug Bälle geschlagen hatte, entschied ich mich die letzte Session des Tages dem Putting zu widmen und übte hauptsächlich Putts zwischen 1 bis 2 Metern.

Nach dem sechsstündigen Training am Golfplatz war jedoch noch nicht Schluss. Nach der Ankunft in unseren Häusern gingen wir gemeinsam Laufen und absolvierten verschiedene Übungen. Nach so vielen Stunden am Golfplatz ist es wichtig, dass man sich gut regeneriert, mobilisiert und dehnt, damit man ohne Beschwerden trainieren kann.

Liebe Grüße aus Süd Afrika,

Emma Spitz

Mittwoch, 8.2.2017

Den dritten Trainingstag eröffneten wir mit einem halbstündigen individuellen Warm-Up-Programm auf der Range. Am Vortag hatten wir bereits einige gute Inputs von unsrem Physiotherapeuten Tobi erhalten, die wir gleich in unsere gewohnte Routine einbauen konnten. Einige dieser Übungen konzentrieren sich speziell auf die Mobilität der Hüfte und der Brustwirbelsäule, welche natürlich ganz besonders wichtig für den Golfschwung sind.

Anschließend startete unsere eigentliche Trainingssession. Das Trainierteam hatte drei verschiedene Stationen für uns vorbereitet. Diese umfassten die Bereiche Putten, Pitchen, und Wedgegame.

Wir begannen mit der Chip und Pitch Station wobei wir bei jedem Schlag ein anderes Ziel anvisierten um dadurch eine Turnier ähnlichere Situation zu simulieren. Nach 1,5 Stunden im Short Game Areal pausierten wir eine halbe Stunde um dann frisch ins Putttraining gehen zu können.

Beim Putten hatten wir wiederum ein breites Spektrum an Übungen. Einige davon konzentrierten sich auf die Technik andere waren Ergebnis orientiert. Bei letzteren lag der Fokus auf die für die Turnier Performance essentiellen 3-6 Fuß-Putts (1-2 Meter).

Nach einem ausgiebigen Mittagsbuffet im Clubhaus verblieb uns noch die Wegdegame Station auf der Range. Dort standen Schläge zwischen 45-100 Meter auf dem Plan.

Zu guter Letzt hatten wir noch die Chance bei einer individuellen Gestaltung der letzten 1,5 Stunden an der Station weiter zu arbeiten an der wir selbst am meisten Potential sehen.

Am nächsten Tag durften wir unser Erlerntes am Platz umsetzten. Da es noch früh in der Saisonvorbereitung ist, stand jedoch kein normales Zählwettspiel am Programm, sondern es wurde ein Spielformat nach Punkteschema von unseren Nationalteamtrainern kreiert.

„Für alle Grünschläge in reglation, die innerhalb von drei Fuß liegen, gibt es zwei Punkte. Für denselben Schlag innerhalb von sechs Fuß, gibt es einen Punkt. Für den Grüntreffer außerhalb von sechs Fuß, entbehren wir keinen Punkt.

Triffst du das Grün in regulation und liegst außerhalb der sechs Fuß Marke, so hast du noch immer die Möglichkeit mit deinem ersten Putt für die ein Fuß Zone zwei Punkte und für die drei Fuß Zone einen Punkt zu bekommen.

Triffst du das Grün nicht, gibt es weiter die Option, mit dem nächsten Schlag zwei Punkte für die drei Fuß Zone und einen Punkt für die sechs Fuß Zone zu erarbeiten. Für die anschließenden Putts werden keine Punkte vergeben.“

Zum Abschluss des Tages hatten wir nochmal 1,5 Stunden Zeit unsere am Platz gewonnenen Erkenntnisse über den aktuellen Status unseres Spiels in unser Training einfließen zu lassen und mit den Coaches die am Platz natürlich aufmerksam beobachteten weiter an unseren Zielen zu arbeiten.

Liebe Grüße aus dem heute nicht ganz so sonnigem Südafrika,

Luca und Timon

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Nach einer dreiwöchigen Pause seit dem letzten Trainingslager in Orlando, geht die Trainingstournee für die Österreichischen Nationalteamspieler in Süd Afrika weiter, wo die Nachwuchstalente zum Start in die neue Turniersaison den letzten Feinschliff vornehmen.

Das zweite große Trainingslager der Vorbereitungsphase wurde wie gewohnt durch golferische Testungen eingeleitet. Primäres Ziel dabei war es den exakten Ist-Zustande der Athleten zu bestimmen, damit die Sportler ihre Kernbereiche für die kommenden Trainingstage definieren konnten.

Der neue umfangreichere Test ist eine Weiterentwicklung des bestehenden 5% Programms. Die Grundlage des Tests bilden 26 Stationen bestehend aus Putting, Chipping, Pitching, Bunkerschlägen, Lobshots, Wedge Schlägen und vollen Schlägen auf der Range. Bewertet wurde die Zielgenauigkeit bei Richtung und Distanz. Alle Stationen wurden siebenmal durchlaufen.

Anders als bisher absolvierten die Spieler jede Station mit lediglich einem Ball. Damit sollte die Testsituation näher an das tatsächliche Spielen am Platz angenähert werden und die Stärken-Schwächen Analysen der Spieler aussagekräftiger werden. Zudem konnten die Spieler ihr Training so abwechslungsreicher gestalten und auch technische Änderungen leichter in ihr Spiel integrieren und auf den Platz transferieren.

Dienstag, 7.2.2017
Trainieren wie das Nationalteam

Kreis-Chippen

Aufbau:

Wählen Sie mehrere Fahnen am Übungsgrün und ziehen darum jeweils einen Kreis mit 90 cm Umfang. Markieren Sie den Kreis entweder mit Kreide, Tape oder Tees.

Warum 90cm?

Profis auf der European Tour bzw. PGA Tour lochen im Schnitt 90% der Putts aus dieser Entfernung. Trifft der Spieler die Annäherung also in den Kreis, so ist die Wahrscheinlichkeit mit einem Up-and-Down das Grün zu verlassen sehr hoch. Für Amateure ist das Ziel zwar eher hoch angesiedelt, das Nationalteam verfolget jedoch das Ziel zur absoluten Weltelite zu gehören und richtet das Training somit auch darauf aus.

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Durchführung:

Wählen Sie nun eine Stelle am Übungsgelände, von der Sie einen oder mehrere Bälle auf die verschiedenen Kreise spielen. Die schwerste Form dieser Übung ist, wenn Sie pro Fahne lediglich einen Ball spielen und anschließend die Position wechseln. Somit entsteht ständig ein neuer Schlag und kommt der Wettkampfsituation näher. Dies schult die Umstellungsfähigkeit und ist eine der besten Möglichkeiten realitätsnahe zu trainieren, schließlich hat man am Platz auch nur eine Chance.

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